
Olaf der Vergessliche
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Er hat nichts getan. Er weiß von nichts. Und falls doch, erinnert er sich nicht.
Olaf der Vergessliche war Bundeskanzler. Mehr lässt sich mit Sicherheit nicht sagen, denn an den Rest erinnert er sich nicht. Nicht an Koffer. Nicht an Verträge. Nicht an nächtliche Gipfel. Nicht an Geldflüsse, Akten, Aussagen oder jene Menschen, die ihm die Wahrheit sagen wollten.
In seinen angeblichen Memoiren führt Olaf durch ein politisches Leben, in dem Verantwortung übernommen, aber nie getragen wird. In dem Aufklärung versprochen wird, solange sie folgenlos bleibt. Und in dem das gefährlichste Talent der Macht darin besteht, sich an genau das nicht zu erinnern, was man getan hat.
Zwischen Untersuchungsausschüssen, verschwundenen Akten, höflichen Bankiers, müden Pressesprecherinnen und viel zu ehrlichen Zeugen entsteht eine bitterböse Satire über Macht, Korruption, politische Sprache und die hohe Kunst des öffentlichen Vergessens.
Ein Roman über einen Mann, der nichts getan hat — und darüber ein ganzes Buch schreibt.
Für Leserinnen und Leser, die politische Satire, schwarzen Humor und scharfzüngige Gesellschaftskritik mögen.