
Jens der Beschaffer
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Ich habe alles beschafft. Nur keinen Verstand.
Die schonungslos heiteren Bekenntnisse von Deutschlands eifrigstem Krisenminister.
Als die Seuche über das Land kam, kannte es zwei Sorten Männer: die, die verstehen wollten – und die, die handelten. Jens gehörte zur zweiten Sorte. Und er stieg höher als sie alle.
Er bestellte Masken, bis sich die Hallen bogen. Einen Wunderimpfstoff gegen die Dummheit, der teurer war als die Dummheit selbst. Und am Ende sogar das eigene Ansehen – bezahlt mit Geld, das andere aufbrachten. Dass nichts davon je geholfen hat, tat seiner Karriere keinen Abbruch. Im Gegenteil.
In diesen fiktiven Memoiren erzählt der Beschaffer selbst, wie man ein ganzes Land ruiniert, ohne je etwas Böses zu wollen: mit bestem Glauben, größtem Fleiß und einer Unterschrift nach der anderen. Eine bitterböse Satire über die Macher unserer Zeit, die nicht das Richtige bewirken, sondern das Sichtbarste – und über ein Volk, das sich genau solche Männer wählt, weil sie ihm so ähnlich sind.
Mit dabei:
- Uschi Flinte, die Meisterin der Folie und des freundlichen Lächelns
- der Finanzminister, der alles unterschreibt und nichts erinnert
- ein milliardenschwerer Wunderimpfstoff namens Covalix
- eine ungewählte Königin in Brüssel, die über alle gebietet
- und eine Kurznachricht, die heute leider nicht mehr auffindbar ist
„Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf die Abrechnung."
Ein Buch für alle, die politische Satire lieben, die über Bürokratie lachen wollen, statt zu weinen – und die schon immer ahnten, dass der größte Schaden nicht von den Bösen kommt, sondern von den Eifrigen.