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Buchcover: Fritz der Aufrichtige
Satire

Fritz der Aufrichtige

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Er hat das Lügen erfunden. Leider ist er ziemlich schlecht darin.

Fritz ist überzeugt, das Lügen persönlich erfunden zu haben. „Vor mir", erklärt er, „gab es keine Lügen — nur Menschen, die sich noch nicht getraut hatten, eine andere Wahrheit zu haben." Das Problem: Er ist katastrophal unbegabt. Er legt Kränze an falschen Denkmälern nieder, benennt Brunnen versehentlich nach sich selbst und tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste — und rettet sich jedes Mal, indem er die Lüge nicht zurücknimmt, sondern steigert.

Sein Vorgänger Olaf vergaß die Wahrheit. Die Maschine O.L.A.F. speichert sie. Fritz schafft sie ab — mit einer Sprachregelungs-Abteilung, die jedes gefährliche Wort umbenennt, bis dem Land die Wörter ausgehen. Er bringt sogar der Maschine das Lügen bei. Nur eine sagt noch die Wahrheit: Carla, die deshalb für verrückt gehalten wird. Und ein Faktenchecker, der entnervt aufgibt und Tische baut — Tische, die tragen, weil sie das Letzte sind, worüber man nicht lügen kann.

Doch Fritz hat ein Geheimnis, das ihn fast zu Fall bringt: Seine einzige echte Katastrophe ist die Wahrheit. Ein einziger wahrer Satz, einem Kind entschlüpft, verfolgt ihn bis zum Ende — und am Schluss sagt ausgerechnet die Maschine, der er das Lügen beibrachte, die Wahrheit über ihn. Nur glaubt sie ihr keiner mehr.