
Namibia-Nebel
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Vier Deutsche. Dreitausend Kilometer Schotterpiste. Ein Leopard über dem Jeep. Und roter Sand, der noch Wochen später im Wohnzimmer auftaucht. Nach Kenia, Sansibar und Marokko ist Bernd überzeugt, dass die Familie inzwischen professionell reisen kann. Das Gepäck ist leichter, die Powerbanks sind gezählt und der Mietwagen sorgfältig reserviert. Was soll in der größten Sandkiste der Welt schon schiefgehen? Namibia liefert die Antwort bereits auf der ersten Schotterpiste. Während Bernd mit Reifenpannen, Waschbrettstraßen und seinem plötzlich erwachenden Wanderstolz kämpft, entdeckt Sandra, dass sich Klangschalen, gesunder Menschenverstand und ein elektrischer Weidezaun erstaunlich schlecht miteinander kombinieren lassen. Chantal jagt zwischen Deadvlei, Skelettküste und Fish River Canyon dem perfekten Bild und einer ehrlichen Geschichte hinterher. Kevin verbindet Kalligraphie, Wüstensand und Drohnentechnik zu einem Kunstprojekt – nachdem er beim Sandboarding erneut bewiesen hat, dass seine spektakulärsten Sportmomente meistens mit einem Sturz enden. Zwischen Wüstenelefanten, Löwen am Wasserloch, einem Leoparden in der Nacht und jahrtausendealten Felszeichnungen merkt die Familie, dass sie sich verändert hat: Sie hört genauer zu, schaut bewusster hin und reist respektvoller als früher. Natürlich bleibt trotzdem genug Zeit für philosophische Krisen unter Köcherbäumen, eine dramatische Mietwagenrückgabe und roten Wüstensand an Orten, an denen roter Wüstensand niemals sein sollte. Eine warmherzige Reisesatire über Familienchaos, Afrika, große Landschaften und die beruhigende Erkenntnis, dass man auch nach vier gemeinsamen Reisen noch immer nicht weiß, was als Nächstes schiefgeht.